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Die Berufswelt des SZO entdecken – Das war der Berufstag in der OS Brig 2026

Wie kann ein Arbeitstag aussehen? Was interessiert mich und was passt zu mir?
Genau solche Fragen standen im Zentrum des Berufstags an der Orientierungsschule Brig am 27. April 2026. Für das Spitalzentrum Oberwallis (SZO) war es eine ideale Gelegenheit, Jugendlichen die Vielfalt der Berufswelt im Spital näherzubringen – Praxis pur: Echt, nahbar und ungefiltert.

Der Berufstag verfolgt ein klares Ziel: Schülerinnen und Schüler sollen frühzeitig verschiedene Berufsfelder kennenlernen und so ihre eigene Berufswahl bewusster treffen können. Insgesamt werden 22 Grundbildungen in sechs Hauptfelder gegliedert – eine breite Palette, die zeigt, wie viele Möglichkeiten sich hinter der beruflichen Grundbildung verbirgt.

Aktiv statt passiv – Vorbereitung zählt

Schon vor dem eigentlichen Berufstag wurden die Jugendlichen aktiv eingebunden. In vorbereitenden Lektionen nahmen sie Kontakt mit Fachpersonen auf, führten Interviews und sammelten erste Eindrücke. Diese Ergebnisse wurden anschliessend kreativ aufbereitet – in Form von Präsentationen, Videos oder Plakaten. So kamen die Jugendlichen bereits mit konkreten Fragen und echtem Interesse an den Berufstag.

Ein Tag voller Praxis und Begegnungen

Der Berufstag ist längst mehr als ein klassischer Informationsanlass. Er ist ein Erlebnis. Einer, bei dem Jugendliche nicht einfach zuhören, sondern ausprobieren, fragen, lachen – und manchmal auch staunen.

Für den Berufstag verwandelte sich das Schulhaus in eine interaktive Berufwahllandschaft. Fachpersonen aus der Region – darunter auch Mitarbeitende des SZO – präsentierten ihre Berufe nicht nur theoretisch, sondern vor allem praktisch.

Das SZO war in mehreren Bereichen vertreten, unter anderem in den Feldern:

  • Gesundheit, Soziales & Bildung
  • Nahrung, Gastronomie & Tourismus
  • Natur & Bau

Besonders beliebt waren die Ateliers, in denen die Jugendlichen selbst Hand anlegen konnten.

Mitmachen ausdrücklich erwünscht

Im Atelier Gastronomie wurde früh gestartet: Bereits um 6 Uhr morgens bereitete die Spitalküche den Zopfteig vor. Die Jugendlichen konnten später selbst Zöpfe flechten und backen – ein erster Einblick in die Welt der Gastronomie. Ergänzt wurde das Angebot durch kreative Serviettenfalttechniken, vorgestellt von der zukünftigen Berufsbildnerin für den neuen Lehrberuf Fachfrau/-mann Hotellerie-Hauswirtschaft. Ihre Botschaft bleibt hängen: «Man muss nicht um die Welt reisen, manchmal kommt die Welt zu dir und du kannst sie auf diese Weise kennenlernen –  dank deinem eigenen Beruf. »

Im Atelier Gebäudetechnik ging es technischer zu: Hier lernten die Jugendlichen den Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung und konnten an einer Modellwand sehen einfache Elektroarbeiten ausprobieren – inklusive Montage einer Leuchtstoffröhre. Besonders ein mitwirkender Lernende wurde gelobt: «Er hat das super gemacht. Er hat die Schülerinnen und Schüler gut in ihrer Lebenswelt abgeholt und sie einbezogen. Bravo! » Man hat richtig gemerkt, dass er ein persönliches Interesse hat, die Jugendlichen im Berufswahlalter zu unterstützen.

«Das Atelier Gesundheit waren sehr lebendig und abwechslungsreich gestaltet…Die Schülerinnen und Schüler waren sehr aufmerksam und voll dabei», kommentiert eine der Lehrpersonen. Das Atelier bot spannende Einblicke in den medizinischen Alltag: Vitalwerte messen, Medikamente vorbereiten, ein Röntgenquiz lösen oder sogar das Handling einer Blutentnahme testen – hier wurde deutlich, wie vielseitig Gesundheitsberufe sind.

Mehr als nur ein Schultag

Der Berufstag zeigte Wirkung: Viele Schülerinnen und Schüler stellten neugierige Fragen, diskutierten mit Fachpersonen und entdeckten neue Perspektiven. Während einige bereits klare Berufswünsche hatten, konnten andere neue Ideen entwickeln und Unsicherheiten abbauen.

Auch fürs SZO ein Gewinn

Nicht nur die Jugendlichen profitieren. Auch für das Spitalzentrum Oberwallis ist der Berufstag eine wichtige Erfahrung.

Der direkte Kontakt zeigt, was junge Menschen interessiert, welche Fragen sie haben – und wie man sie am besten erreicht. Gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte gesucht sind, ist dieser Austausch entscheidend.

Denn Nachwuchs gewinnt man nicht mit Broschüren, sondern mit echten Begegnungen.

Und wie geht es weiter?

Der Berufstag endet nicht mit dem letzten Atelier. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Eindrücke, halten ihre Erfahrungen fest und vertiefen das Gelernte. Der direkte Kontakt mit Jugendlichen und Lehrpersonen gibt wichtige Hinweise darauf, was junge Menschen interessiert und welche Erwartungen sie an ihre Zukunft haben.

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Ausbildungsbetrieben ist ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Berufsorientierung – für das SZO geht das Engagement ebenfalls weiter: Ein weiterer Einsatz an einem Berufstag in der Region ist bereits geplant.

Denn eines ist klar: Wer die Zukunft gestalten will, muss früh anfangen, sie sichtbar zu machen.

Fazit

Der Berufstag in Brig zeigt eindrücklich, wie moderne Berufsorientierung funktionieren kann: praxisnah, interaktiv und auf Augenhöhe.

Und vielleicht hat an diesem Tag jemand nicht nur einen Beruf entdeckt – sondern eine echte Perspektive.

Hôpital du Valais

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