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Screening zur Früherkennung von Darmkrebs

Jedes Jahr erfasst die Krebsliga Schweiz 4300 neue Fälle von Darmkrebs und 1700 Todesfälle. Das frühzeitige Screening spielt beim Kampf gegen diese Krankheit eine entscheidende Rolle. Es ermöglicht eine weniger invasive Versorgung und erhöht die Heilungschancen.

Wer gehört zu den Risikogruppen?

Das Risiko, an einem Darmkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter, insbesondere ab 50 Jahren, wesentlich. Aber auch andere Faktoren können das Auftreten dieser Krankheit fördern:

  • Familiäre oder persönliche Vorgeschichten mit Darmkrebs oder Polypen
  • Unausgewogene Ernährung
  • Übermässiger Alkoholkonsum
  • Fettleibigkeit und Übergewicht
  • Tabakmissbrauch
  • Bewegungsmangel

Den Darmkrebs verstehen

Dr Boumediene Guendil
Abteilungsleiter Chefarzt der Abteilung Allgemeine Chirurgie des CHVR

Der Darmkrebs ist ein bösartiger Tumor, der oft aus gutartigen Polypen im Dickdarm oder im Enddarm entsteht. Wenn diese Polypen nicht entdeckt und entfernt werden, können sie sich mit der Zeit zu einem Krebsgeschwür entwickeln. Blut im Stuhl darf nicht vernachlässigt werden. Es rechtfertigt eine medizinische Sprechstunde.

Weshalb soll man sich testen lassen?

Das Screening zur Erkennung des Darmkrebses ist einfach, nicht invasiv und kann Leben retten.
Es basiert auf dem Nachweis von okkultem Blut im Stuhl. Bei einem positiven Ergebnis werden zusätzliche Untersuchungen wie eine Koloskopie organisiert, um eine präzise Diagnose zu stellen.

Christine Hoarau, in Klinik spezialisierte Pflegefachfrau und Supervisorin ERAS® im CHVR

Ein frühzeitiges Screening ermöglicht das Erkennen eines Polypen, der direkt entfernt wird, oder auch eines Krebses im Frühstadium, der mit einem wenig invasiven Eingriff behandelt werden kann. So ist oft auch keine Chemo- oder Strahlentherapie nötig. Eine Früherkennung kann die Prognose von Patientinnen und Patienten vollständig verändern.

Eine umfassende Versorgung im Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis

Die Abteilung Allgemeine Chirurgie des CHVR ist ein anerkanntes Referenzzentrum mit ERAS®-Qualität für kolorektale Chirurgie. Dieses internationale Programm für eine verbesserte Erholung nach chirurgischen Eingriffen (Enhanced Recovery After Surgery – ERAS®) beruht auf einem multidisziplinären Ansatz und bietet den Patientinnen und Patienten:

  • eine bessere Vorbereitung vor dem Eingriff
  • ein verstärktes Versorgungsmanagement während des gesamten Versorgungsverlaufs
  • eine raschere Erholung
  • eine verbesserte Lebensqualität nach der Operation

Dank eines spezialisierten Teams, dem ebenfalls eine Pflegefachperson angehört, und einer rigorosen Überwachung ermöglicht das Programm ERAS® einen kürzeren Spitalaufenthalt und eine wesentlich bessere Erholung.

Noch Fragen zum Darmkrebs-Screening? Klicken Sie auf folgende Links, um mehr darüber zu erfahren:

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Links

Krebsliga Schweiz

Dépistage du cancer du côlon Valais

ERAS® – Récupération améliorée après chirurgie – Hôpital du Valais

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