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Job Change 2026: Ein Perspektivenwechsel für Auszubildende EFZ im Spitalzentrum Oberwallis

Im März 2026 fand zum zweiten Mal der Job Change Day am Spitalzentrum Oberwallis (SZO) statt. Dabei erhielten 30 EFZ Auszubildenden einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Fachbereichs ihrer Wahl. Ziel des Perspektivenwechsels war die Stärkung des Sinnes für Zusammenarbeit und die Förderung des interprofessionellen Verständnisses.

Nach dem letztes Jahr der Job Change bei den EFZ Auszubildenden aber auch bei den Berufsbildner:innen so gut ankam, haben wir entschieden, dass nun jedes Jahr anzubieten. 14 verschiedene Abteilungen haben beim diesjährigen Event im März mitgewirkt und die unterschiedlichen Lernenden aus den 5 unterschiedlichen Berufsfeldern einen Einblick in ihren Arbeitsalltag ermöglicht. 

Patientenhotellerie – Guestmanager sind seit 3 Jahren im Einsatz

«Ich fand es wirklich schön, auch mal Kontakt mit den Patienten zu haben. Ich koche fast täglich für sie, bekomme sie aber nie zu Gesicht. Die meisten Patienten waren sehr nett und extrem dankbar dafür. Ich fand es auch sehr spannend zu sehen wie nahe man als Guestmanager den Patienten ist», äussert sich Zoe B., welche sich im 1. Ausbildungsjahr zur Köchin befindet und bei den Guest Management zu Besuch war. «Unsere Zeitpläne sind perfekt aufeinander abgestimmt und jede Berufsgruppe muss gut funktionieren, damit der Prozess reibungslos abläuft» Die Patienten-Hotellerie auf den Bettenstationen ist eine wichtige Schnittstelle zwischen der Küche, der Pflege und dem Service und unterstützen mit ihren Dienstleistungen den angenehmen und komfortablen Aufenthalt. Wir bieten Lehrstellen in 5 verschiedene Berufsfeldern an. Neu ab diesem Jahr bietet das SZO einen weiteren Lehrberuf an. Die Fachfrau / der Fachmann Hotellerie-Hauswirtschaft führen verschiedene Aufgaben durch, um den Komfort und das Wohlbefinden von Patienten zu gewährleisten. Vielfältige Möglichkeiten in einem Beruf erwarten hier Interessierte. «Die Arbeitszeiten finde ich auch gut, man hat eine grosszügige Mittagspause. Um 7:00 Uhr fangt man an, um 16:15 hat man Feierabend, damit hat man noch etwas vom Abend» Währendem Berufsleute im Berufsfeld Gastgewerbe & Hotellerie zu unterschiedlichste Zeiten arbeiten müssen, profitieren Auszubildende wie auch Angestellte von der wegfallenden Abend-/Nachtarbeit.

Ernährungs- & Diabetesberatung –  individuelle und interdisziplinäre Beratung und Begleitung

Die Beratung, Schulung und Begleitung von Menschen mit Diabetes Mellitus, deren Angehörigen und auch betreuende Personen ist sehr individuell. Diabetesfachberater:innen sind Teil des Pflege- und Medizinisch-technischen Dienstes und arbeiten eng mit der Ärzteschaft, der Pflege und der Ernährungsberatung zusammen.

«Das Ziel ist es, dass Patient:innen selbstbewusst und gut informiert mir ihrer Erkrankung umgehen können. Die Beratung begleitet sie Schritt für Schritt auf den Weg zu mehr Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität», schreibt Lenya S., Auszubildende Fachfrau Gesundheit im 1. Jahr, welche sich für das Krankheitsbild Diabetes und die Beratung dazu besonders interessiert. Patient:innen werden befähigt, den Blutzucker selbstständig zu messen sowie Insulin zu spritzen und dabei unterstützt ihre Therapie bestmöglich umzusetzten. Bei der medikamentösen Therapie wird die richtigen Anwendung unterstützt und zusammen oder in Rücksprache mit der Ärzteschaft Anpassungen vorgenommen. Die Fachpersonen begleiten bei der Optimierung der Therapieziele und helfen, Herausforderungen im Alltag und bei dem Selbstmanagement zu meistern. «Da der Umgang mit der Erkrankung auch emotional belastend sein kann, stehen sie auch hier beratend zur Seite und geben Unterstützung um Ängste und Stress zu reduzieren. »

Die Ernährungsberatung umfasst die verschiedensten Ernährungsthemen und arbeiten im stationären wie auch ambulanten Bereich.

«Am Vormittag durfte ich bei einer Präsentation für Patient:innen  dabei sein, die einen Herzinfarkt erlitten haben. Dabei wurden sie informiert, wie sie sich bewusster ernähren können», berichtet Hannah B., ebenfalls im 1. Ausbildungsjahr zur Fachfrau Gesundheit und interessiert an Themen rund um die Ernährung. «Aktuell nehmen wir das Thema gerade in der Schule durch, dadurch war mir einiges bekannt und ich konnte mein Fachwissen dazu vertiefen. » Gemeinsam mit den Fachpersonen konnte sie den Gesamtenergiebedarf ausrechnen, den Ernährungszustand und mögliche Wassereinlagerungen bei den Patient:innen kontrollieren. «Ich fand es sehr interessant, eine diese Sicht des Arbeitsalltags im Spital entdecken zu dürfen. Und ich konnte sehr viel mitnehmen, auch für meine Ausbildung.»

Brustsprechstunde – das Zentrum der senologischen Diagnostik

Die Senologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit Erkrankungen der Brust beschäftigt, insbesondere mit Brustkrebs. Die Hauptaufgabe der Brustsprechstunde besteht darin, einen schnellen, präzisen und interdisziplinären Behandlungspfad zu gewährleisten, der von der Vorsorge bis hin zur eventuellen Diagnose und Behandlung reicht. Das prägende Merkmal der Brustzentrum ist der interdisziplinäre Ansatz. In dieser Struktur arbeitet nicht ein einzelner Spezialist, sondern ein Expertenteam, das synergetisch zusammenwirkt. Diese Zusammenarbeit umfasst Senologen, Radiologen, Pathologen, Onkologen, sowie spezialisiertes Pflegepersonal. Mincheline B. befindet sich in der Erwachsenenbildung zur Fachfrau Gesundheit und konnte den Tag bei der Breast Care Nurse mitlaufen. Die spezialisierte Brustspflegefachfrau ist die konstante Bezugs- und Ansprechperson von der Diagnose über die onkologische Therapie bis zur Nachsorge. Sie ist das Bindeglied zwischen den involvierten Fachpersonen und koordiniert interdisziplinäre Termine, besucht Patient:innen während der Stationären und Ambulanten Aufenthalten, begleitet und berät sie während den Brusterkrankungen. 

Anästhesie-Sprechstunde –  Präoperative Abklärungen

«Der Tag in der Anästhesiesprechstunde war für mich eine sehr wertvolle und lehrreiche Erfahrung. Ich konnte nicht nur mein Wissen über die Abläufe rund um Operationen und Narkosen erweitern, sondern auch einen umfassenden Eindruck von der interdisziplinären Zusammenarbeit im Spital gewinnen. Besonders gefallen hat mir der direkte Kontakt mit den Patienten sowie die abwechslungsreichen Tätigkeiten in diesem Bereich», meldet Larissa T. zurück, sie ist unsere Auszubildende Kauffrau im 1. Ausbildungsjahr und den Tag bei den Sprechstunden verbracht. Zu Beginn des Tages erhielt sie eine Einführung in das Patientenprogramm Phönix und über die verschiedenen Bereiche. Vormittags durfte sie in der Schmerzklinik hospitieren und erhielt Einblicke in den administrativen Tätigkeiten sowie organisatorische Abläufe. «Besonders interessant war es, bei einer ultraschallgestützen Infiltration zuzusehen. Diese praktische Erfahrung war für mich sehr eindrücklich und zeigte mir die Bedeutung moderner medizinischer Technik im Alltag. » Für den Nachmittag wurde eine Gruppensprechstunde vorbereitet. Diese wurde von Assistenzärzten, Pflegefachfrauen sowie Physiotherapeuten durchgeführt und informierten die Patientengruppen umfassend über den Eingriff der bevorstehenden Hüftoperationen die Narkose sowie die anschliessende Rehabilitation. Im Anschluss fanden Einzelsprechstunden statt um auf individuelle Fragen und Bedürfnisse einzugehen. «Beeindruckend fand ich dabei die einfühlsame Kommunikation und die klare Vermittlung komplexer medizinischer Inhalte. »

Medizinische Diagnostik – Präzision, Diagnostik und Patientenbetreuung

In der medizinischen Diagnostik arbeitet ein eingespieltes Team eng zusammen. Dazu gehören die Medizinische Praxisassistenten beim Empfang und in der Vorbereitung, die diplomierten Pflegefachpersonen, welche bei den Untersuchungen assistieren, sowie die Ärtze, die die Eingriffe durchführen.

«Der Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich. Man hat mit unterschiedlichen Patient:innen zu tun und übernimmt sowohl administrative und organisatorische Aufgaben am Empfang als auch praktische Tätigkeiten in der Vorbereitung und Betreuung. Dadurch bleibt der Arbeitsalltag vielseitig und dynamisch. » Samira B. befindet sich in der 2. Ausbildungshälfte zur Fachfrau Gesundheit und hat den Arbeitsalltag der MPA einmal näher angeschaut.

«Eine gute Diagnostik ist nicht das blosse Erkennen von Symptomen, sondern das Verstehen des Menschen hinter der Krankheit», ist ihr abschliessendes Zitat des Tages.

Hôpital du Valais

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