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Von Gebäude zu Gebäude: Stefano überwacht das Spital Malévoz

Stefano Verioni

Immer in Bewegung, oft auf seinem elektrischen Scooter, durchquert Stefano Verioni die zahlreichen Gebäude des Spitalstandorts, um technische Notfälle zu beheben und kleine Alltagsarbeiten auszuführen.  An der Seite seiner Kollegen der technischen Abteilung überwacht er diskret die gute Funktionsweise aller Elemente, die für das Spital wichtig sind.

Ein sehr vielseitiger Beruf

Stefano Verioni

Ich arbeite nicht nur im elektrischen Bereich. Man kommt ein wenig mit Allem in Berührung.

Im Alltag befasst er sich mit dringende Reparaturen und Modernisierungsprojekten: Patientenrufanlagen, Beleuchtung, Brandschutz, Gasflaschen, Reparatur von Betten und Fernsehgeräten, kleine Holzarbeiten.

«Hier kann man nicht sagen: “Ich bin Elektriker. Ich befasse mich nur mit dem Strom.” Da ist nicht möglich.»

Damit er sich zwischen den fünf Pflegepavillons und den fünfzehn Gebäuden im Park von Malévoz mit einer Fläche von neun Hektaren rasch fortbewegen kann, benutzt Stefano den elektrischen Scooter. «Er ist schnell und leise. Und in einem Spital ist es wichtig, den Lärm zu beschränken. Und bei einem Notfall zählt jede Minute.»

Das Spital schläft nie

Im Spital kommt es nicht nur bis um 17 Uhr zu technischen Notfällen

Wir leisten während der Woche von 17 Uhr bis 7 Uhr morgens sowie am Wochenende von Freitagabend bis Montagmorgen Pikettdienst.

Es gibt verschiedene Arten von Notfällen: Stromunterbruch, Patientenrufanlagen, die nicht funktionieren, Wasserlecks, Panne des Küchenherds, Probleme mit dem Licht. «Alles, was die gute Funktionsweise des Spitals beeinträchtigt, hat Priorität.»

Insbesondere die Patientenrufanlagen sind entscheidend. «Mit diesem Knopf kann der Patient die Pflegefachperson rufen. Für manche Patienten ist dies die einzige Möglichkeit der Kommunikation. Sie rufen, wenn sie Schmerzen oder Durst haben oder wenn sie auf die Toilette müssen. Wenn der Knopf nicht funktioniert, ist das schlimm.»

Ein Beruf mit Beziehungen

Dieser Beruf hat eine zutiefst zwischenmenschliche Dimension. «Ich stehe ständig mit Gesundheitsfachpersonen, Patienten und den verschiedenen Teams in Kontakt.» Die Zusammenarbeit und die Gespräche mit diesen unterschiedlichen Personen ist die beste Art der Kommunikation. «Pflegefachpersonen und Ärzte haben nicht unbedingt ein technisches Verständnis. Sie beschreiben ein Problem mit ihren Worten. Manchmal entspricht die Beschreibung auf dem Ticket überhaupt nicht der Realität.» Für Stefano ist deshalb der direkte Kontakt wichtig. «Das Beste ist immer, sich die Situation selbst anzuschauen, zu diskutieren, sich gegenseitig zu verstehen.»

Die Fernsehgeräte: ein kleines Detail, eine grosse Herausforderung

Wenn er über die Fernsehgeräte spricht, lächelt er. «Wir haben sehr viele Pannen. Fernbedienungen, die verschwinden, ausgerissene Kabel, … Aber für den Patienten im Spital ist der Fernseher sehr wichtig. Hier ist er viel wichtiger, als wenn es einem gut geht.» «Auf einen Patienten, der alles verstellt, kommen zehn, die einfach nur fernsehen möchten. Und wenn man das repariert, sind sie zufrieden.»

Eine ständige Teamarbeit

«Oft arbeiten wir zu zweit, mit dem Schreiner, dem Sanitärinstallateur, dem Maler.» Er erinnert sich an eine Situation, die er vor Kurzem erlebte: «Eine Patientin machte ein an der Wand befestigtes Ablagebord mit zwei Lampen und einem Schalter kaputt. Der Schreiner brachte das Brett mit, ich verlegte das Kabel neu, und wir installierten gemeinsam wieder das Ablagebord mit Lampen und Schalter. Wir hatten mit einer halben Stunde Arbeit gerechnet, aber nach fünfzehn Minuten waren wir fertig. Und die Patientin war glücklich!»

Das Fachwissen weitergeben

Neben der technischen Arbeit ist Stefano auch Ausbildner. «Für mich ist es sehr wichtig, das Fachwissen weiterzugeben, einen Lehrling zu betreuen und ihm die Vielseitigkeit des Berufs und die Bedeutung einer präzisen Arbeit aufzuzeigen. Das Spital bietet ein ideales Lernumfeld, weil man sich mit vielen Bereichen befasst.

Es ist sehr schön zu sehen, wie ein Lehrling an Autonomie und Vertrauen gewinnt.

Eine nützliche Tätigkeit zwischen Technik und zwischenmenschlichen Beziehungen

Wenn man ihn fragt, was ihm am besten gefällt, zögert er nicht lange. «Hier sieht man direkt das Ergebnis der Arbeit. Wenn man etwas repariert, geht es nicht um ein abstraktes Gerät. Man tut es für einen Patienten. Damit er die Pflegefachpersonen rufen kann. Damit er etwas Warmes essen kann. Damit er fernsehen kann.»

Abschliessend meint er ganz einfach: «Wir sind im Hintergrund. Aber ohne uns würden viele Dinge nicht funktionieren. Und das ist eine grosse Motivation.»

Francesca Genini-Ongaro

Collaboratrice spécialisée en communication

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