Mit 19 Jahren betrat sie zum ersten Mal ein Walliser Spital. Vier Jahrzehnte später schlägt Sylvia Moret mit ihrer Pensionierung ein neues Kapitel auf. Während 31 Jahren war sie Direktionssekretärin und dann administrative Mitarbeiterin im Spital Malévoz. Anschliessend war sie während 12 Jahren als Ausbildungskoordinatorin im Spital Siders tätig. Sie kam so mit verschiedenen Bereichen, Teams und Generationen in Kontakt, wobei der Dienst an den Patientinnen und Patienten immer im Vordergrund stand. Gespräch.
Sylvia Moret kennt das Spital Wallis wie kaum eine andere Person. Während 31 Jahren im Spital Malévoz und anschliessend 12 Jahren im Spital Siders im französischsprachigen Ausbildungszentrum des Spital Wallis, einer bereichsübergreifenden Abteilung mit einer Tätigkeit an allen französischsprachigen Standorten des Spital Wallis (Siders, Sitten, Martinach, St-Amé, Monthey), begleitete sie Hunderte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihrer beruflichen Entwicklung.
Als Ausbildungskoordinatorin führte Sylvia Ausbildungen in allen Bereichen und für alle Sektoren des Spitals ein: Patientenversorgung, Hotellerie, medizinisches Sekretariat, Sprachen, Management und Simulation.

«Auf der Grundlage der Bedürfnisse vor Ort bauen wir jedes Angebot ad hoc auf. Es ist sehr wichtig, die Anforderungen ans Spitalpersonal zu berücksichtigen, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem Kompetenzbereich auf dem neusten Stand bleiben», erklärt sie.
«Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind in meiner Arbeit entscheidend: zuhören, die Bedürfnisse aller Mitarbeitenden berücksichtigen. Aber am meisten Zufriedenheit vermittelt mir die Gewissheit, dass meine Arbeit in gewisser Weise dazu beiträgt, den Patientinnen und Patienten unseres Spitals die bestmögliche Versorgung zu bieten», betont Sylvia mit einem Lächeln.
Ein Tätigkeitsfeld voller Beziehungen
Was bleibt ihr vor allem in Erinnerung? Die Begegnungen.
Die Mails, die Anrufe, der Empfang der Referentinnen und Referenten, die täglichen Fragen: Im Verlauf der Jahre baute Sylvia Beziehungen auf allen Ebenen und mit Fachpersonen der unterschiedlichsten Berufsprofile auf.
«Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind entscheidend. Ich liebe meine Arbeit, bei der es um Beziehungen geht.»
Dreiundvierzig Jahre vertrauensvolle Beziehungen
Wenn man sie fragt, wie sie auf ihre Laufbahn zurückblicke, sagt Sylvia:
«Ich bin zufrieden. Ich habe meine Arbeit ausgeführt und meinen Auftrag erfüllt», meint sie ganz einfach.
Sie denkt an all die Chefinnen und Chefs, die sie prägten, an das Vertrauen, das man ihr immer entgegenbrachte, und an die Herausforderungen, denen sie sich stellen konnte.
«Man anerkannte meine Arbeit immer und schenkte mir Vertrauen. Das ermöglichte mir, an meiner Arbeit zu wachsen und mich zu entfalten. Ich konnte über mich hinauswachsen.»
In den 43 Jahren in den Walliser Spitälern organisierte sie unzählige Ausbildungen, bildete über zwanzig Praktikantinnen und Praktikanten aus und arbeitete mit Hunderten von Kolleginnen und Kollegen zusammen. Jetzt verlässt Sylvie ihren Arbeitsplatz mit Befriedigung und voller Ideen: Wanderungen, Ausflüge, … und vor allem Zeit mit ihrer 3-jährigen Enkelin, die ihr viel Freude bereitet.
Sich auf die Pension vorbereiten … und flexibel bleiben
«Als ich erfuhr, dass ich Grossmutter werde, sagte ich zu meiner Chefin: “Sie haben mich verloren …”», sagt Sylvia lächelnd. Nach der Geburt ihrer Enkeltochter im Jahr 2023 befasste sie sich mit einer möglichen Frühpension. Mitte Dezember wird sie ihre Arbeit beenden.
Was wird ihr am meisten fehlen? «Der Kaffee mit den Kolleginnen und Kollegen, die Diskussionen, die morgendlichen Gespräche.» Deshalb hat sie mit einigen Kolleginnen und Kollegen eine Wandergruppe zusammengestellt, um die freundschaftlichen Beziehungen weiterhin zu pflegen.






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