Während und nach einer Krebsbehandlung ist es wichtig, im Leben wieder ein Gleichgewicht zu finden. Die onkologische Rehabilitation beruht auf einer umfassenden Betreuung. Sie bezweckt die Verbesserung der Gesundheit, der Lebenskraft, des Intimlebens, der Selbstachtung, des Familienlebens sowie die Rückkehr zur Arbeit. Dank eines multidisziplinären Netzes von Spezialisten profitieren alle Patientinnen und Patienten von einer individuellen Betreuung, die während des gesamten Behandlungsverlaufs an ihre Bedürfnisse angepasst wird.
Die onkologische Rehabilitation: eine unentbehrliche Betreuung

Die onkologische Rehabilitation spielt im Leben der Patientinnen und Patienten nach einer Krebsbehandlung eine ausschlaggebende Rolle. Sie unterstützt sie dabei, in ihrem Leben wieder ein Gleichgewicht zu finden. «Die Rehabilitation hilft ihnen, die zahlreichen Herausforderungen zu meistern, denen sie gegenüberstehen: die Selbstachtung wiederfinden, sich ins Arbeitsleben einfügen, ein erfüllendes Intimleben neu aufbauen und die Familienbeziehungen stärken», erklärt Cristina Nay Fellay, Chefärztin der Abteilung Onkologie des CHVR. «Eine Sprechstunde in Psychoonkologie bietet eine Betreuung im Spital und darüber hinaus an, um die Patientinnen und Patienten in ihrem Rehabilitationsprozess zu unterstützen», fügt Dr. Nuria Bonvin-Mullor, Chefärztin der Einheit Liaisonpsychiatrie des Pools Psychiatrie und Psychotherapie im CHVR hinzu. Diese Aspekte sind wesentlich, um die Lebensqualität in den Bereichen psychologisches Wohlbefinden, physische Gesundheit und allgemeine Lebenskraft zu verbessern.
Ein Netz von engagierten Fachpersonen
Die onkologische Rehabilitation mobilisiert ein Team verschiedener Spezialisten, bestehend aus Onkologen, Pflegefachfrauen, Psychologen, Psychoonkologen, Physiotherapeuten, Kosmetik-Therapeutinnen, Experten in integrativer Medizin, Fachpersonen der Palliativpflege, Ernährungswissenschafter, Sozialberaterinnen, Kosmetikerinnen, Tätowiererinnen und anderen Fachleuten. Gemeinsam arbeiten sie daran, die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten mit einer persönlichen und wohlwollenden Betreuung zu verbessern.

Es ist wichtig, die Öffentlichkeit für diese Erkrankung, ihre Behandlungsmöglichkeiten und den langen Weg der Erholung zu sensibilisieren und sie darüber zu informieren.
Franck Moos, Direktor der Krebsliga Wallis
Solide Partnerschaften bereichern diese Versorgung. Es handelt sich insbesondere um die Krebsliga Wallis, die SIPE-Zentren, die Partner der beruflichen Eingliederung sowie Vereine wie Savoir patient (ASAP), Réseau cancer du sein, Accompagnement-Mieux-Être-Oncologie (AMÊO), La Main d’Appui (Alma), Mouvement K réadaptation oder La Montheysanne.
Ein globaler Ansatz für die unterschiedlichen Bedürfnisse
- Familien- und Berufsleben: Eine psychologische und soziale Unterstützung durch die Sozialberaterinnen der Krebsliga Wallis und die Partner der beruflichen Eingliederung erleichtert den Aufbau der Beziehungen und den beruflichen Wiedereinstieg.
- Gesundheit und Lebenskraft: Eine angepasste körperliche Tätigkeit trägt zum Erhalt der Muskelkraft, zur Verbesserung der Ausdauer und zur Reduktion der Müdigkeit in Zusammenhang mit den Behandlungen bei.
- Intimleben und Selbstachtung: Betreuung in Zusammenhang mit der Sexualität und der Intimität, Schönheitspflege, Wiederaufbau, Shiatsu-Sitzungen oder Ernährungsberatung helfen dabei, sich wieder mit seinem Körper zu verbinden und die Selbstachtung zu stärken.

«Wenn man unter Krebs leidet, ist es nie einfach, seine Schwierigkeiten anzuerkennen. Wir sind da, um die Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen zu begleiten, zu unterstützen und ihnen eine individuelle Hilfe anzubieten. Oft ist der erste Schritt der schwierigste: um Hilfe bitten. Die Erkrankung stellt uns vor zahlreiche Herausforderungen. Aber es gibt Lösungen, um diesen nicht allein gegenüberzustehen.»
Fabienne Zala Devènes, Sozialberaterin, Krebsliga Wallis

«Die angepasste körperliche Aktivität ist während und nach der Krebsbehandlung eine therapeutische Verbündete. Sie ermöglicht nicht nur, die Muskelkraft und die Ausdauer zu erhalten, sondern auch die Müdigkeit in Zusammenhang mit den Behandlungen wesentlich zu reduzieren. Unsere Patienten fassen allmählich wieder Vertrauen zu ihren körperlichen Fähigkeiten, was sich direkt auf ihre Moral und ihre Lebensqualität auswirkt.»
Teuta Mernica, Physiotherapeutin, medizinisch-therapeutische Leiterin im CHVR, Standort Siders
Ein auf die Person ausgerichteter Ansatz
Die onkologische Rehabilitation bietet eine holistische Betreuung. Sie berücksichtigt das Individuum in seiner Gesamtheit. Jede Personen hat ihren eigenen Weg hin zum Wohlbefinden und kann von einem individuell auf sie ausgerichteten Programm profitieren, das an ihren Rhythmus und ihre spezifischen Bedürfnisse angepasst ist. «Das Ziel besteht darin, individuell angepasste Leistungen anzubieten, um die Personen in ihrem Alltag und bei ihrer Rehabilitation zu begleiten», präzisiert Dr. Cristina Nay Fellay.

«Die Krebsbehandlung darf sich nicht auf die Behandlung der Erkrankung beschränken: Sie muss sich auch um die Person kümmern. Die integrative Onkologie bietet einen umfassenden und personalisierten Ansatz an, der auf der Grundlage strenger wissenschaftlicher Daten die Wirkung der konventionellen Behandlungen mit dem Reichtum der Komplementärtherapien verbindet. Ich setze mich dafür ein, jeden Patienten während und nach den Behandlungen so zu betreuen, dass er wieder sein Gleichgewicht findet und seine Lebensqualität verbessern kann. Wenn wir einen Krebs behandeln, müssen wir nämlich auch den Menschen in seiner Gesamtheit betreuen.»
Dr. Nino Talakhadze, Verantwortliche der Sprechstunde Integrative Medizin im CHVR
Sich seinen Körper wieder aneignen
«Während der Erkrankung kann der eigene Körper manchmal fremd erscheinen und sogar zum Feind werden. Shiatsu, eine japanische manuelle Therapie auf der Grundlage der traditionellen chinesischen Medizin, hilft dabei, sich seinen Körper wieder anzueignen, ihm mit Wohlwollen zu begegnen und wieder eine gute Beziehung zu ihm aufzubauen. Mit differenzierten Handgriffen und sanften Mobilisierungen wird versucht, die Nebenwirkungen der Behandlungen, den Stress und die Angst zu reduzieren. Der Patient kann dadurch seine Lebensqualität verbessern und das von den Ärzten verschriebene therapeutische Schema optimal einhalten. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir aufgrund unseres Lebenslaufs den vom Krebs betroffenen Personen unsere Unterstützung anbieten!»
Rahel Delaloye und Annelise Zufferey, Shiatsu-Therapeutinnen, Verein Alma


Am 4. Februar 2025 organisierte das Spital Wallis anlässlich des Weltkrebstages gemeinsam mit der Krebsliga Wallis einen Anlass zum Thema onkologische Rehabilitation. In der Eingangshalle des Spitals Sitten wurde ein Dorf aufgestellt, in dem die Patientinnen und Patienten, ihre Angehörigen sowie die Fachpersonen des Bereichs miteinander sprechen und die zahlreichen Lösungen entdecken konnten, mit denen während und nach der Erkrankung ein besseres Leben ermöglicht wird. Diese herzliche und wertvolle Initiative stellte die Bedeutung einer globalen und menschlichen Betreuung in den Mittelpunkt.














Möchten Sie mehr zum Thema erfahren? Entdecken Sie die gesamten Leistungen, die in der onkologischen Rehabilitation angeboten werden, und schliessen Sie sich einem wohlwollenden Unterstützungsnetz an, um Ihr Wohlbefinden zu verbessern.
Nützliche Links
Medizinische Onkologie – Spital Wallis
Brustzentrum – Spital Wallis
Krebsliga Wallis
Die SIPE-Zentren
Kantonale IV-Stelle
savoirpatient.ch | Le Savoir des patient-e-s comme levier de changement
Association AMÊO Accompagnement-Mieux-Être-Oncologie – Hôpital du Valais
K-réadaptation – Cancer, sport et mouvement – Essayez-vous!
La Montheysanne
AnikBeautyMed – Des soins pour vous
La Griffe de Daisy – Maquillage permanent, Monthey et Sion
Couleurs locales – RTS
Leukerbad Clinic | Medizinische Rehabilitation & Wohlbefinden im Herzen der Alpen